Das eine Labor
Kinderzimmer – unendlich und begrenzt
Manche jungen Menschen haben kein eigenes Kinderzimmer. So könnte der gesamte Wohnraum der Familie zum Spielraum werden. Andere wiederum verfügen über einen abgegrenzten Bereich, der eigens für sie eingerichtet ist, als Rückzugsort, Spielraum oder Treffpunkt. In dem einen Labor können künstlerische Prozesse spielerisch unter den besonderen Aspekten des Raums und der Erinnerung erforscht werden.
Erinnert ihr euch? Die langen Nachmittage auf dem Sofa bei Familienbesuchen, bis ihr herausfindet, dass ihr mit eurem Zeigefinger und ein wenig Druck wunderbare Muster und Linien in den plüschigen Stoff eurer Sitzflächen ziehen könnt … Nach einer Idee von Marie aus dem Team vom KinderKunstLabor – sie hat sich nämlich genau daran erinnert – ist die linke Wand vollflächig mit einem leuchtend blaugrünen Velourstoff bezogen. Zeichnet, drückt, kratzt, quetscht, zieht Linien, Flecken, Punkte. Ihr könnt außerdem mit Objekten Abdrücke hinterlassen. Mit der Rakel könnt ihr die Formen jederzeit wieder löschen.
Aber, es gibt noch mehr: Vor den Fenstern stehen drei Holzkästen. Zwei davon sind Leuchtkästen. Der dritte Kasten ist ein Zauberkasten, auf dem ihr mit Stäben und Fingern malen könnt – ganz ohne Farbe.* Auch hier könnt ihr alles mit einer Rakel jederzeit löschen. Darüber hängt jeweils eine Kamera, die eure Spiele und Experimente darauf live auf der rechten Wand des Labors zeigt.
Dazu finden sich zum Experimentieren auf den Leuchtkästen verschiedenste Objekte und Materialien ohne vorgegebene Verwendungshinweise zur freien Exploration. Es geht darum, gemeinsames schöpferisches Tun zu erfahren.
Mona Jas