Gruppenausstellung

6. März – 6. September 2026; Kuratiert von Mona Jas im Dialog mit Kindern der Kunstideenwerkstatt und der Kinderbeiratsklassen
© Max Kropitz

Geschwister können ein Team sein. Oder ein täglicher Stresstest. Oft beides. Und sie können verwandt sein oder selbst gewählt. Die Gruppenausstellung Geschwister – Super & Nervig öffnet einen Raum für Fragen der Geschwisterlichkeit und diese besondere Nähe: das Zusammenhalten und Sich-Reiben, das Teilen und Abgeben, das gemeinsame Erfinden und das Streiten.

Geschwisterlichkeit wird in der Ausstellung entlang von Kunstwerken reflektiert, die von Künstler:innen gemeinsam als Geschwister geschaffen wurden. Darüber hinaus werden Werke zu sehen sein, die Geschwisterlichkeit und Räume der Kindheit thematisieren. Die Ausstellung knüpft an das an, was Kinder im KinderKunstLabor immer wieder beschreiben: dass Geschwister Beziehungen sind, die prägen. Ob man mit ihnen aufwächst oder als Einzelkind, denn auch unter Gleichaltrigen werden im Spiel oft Grenzen ausgelotet, Regeln verhandelt, Allianzen geschmiedet und Dinge gemeinsam gebaut, ausprobiert, verworfen, neu gemacht.

Was bedeutet Geschwisterlichkeit heute?
Ob als Einzelkind oder mit Geschwistern aufzuwachsen – beides ist für das ganze Leben prägend. Familien werden oft in vertikalen Linien, von „oben“ nach „unten“, gelesen: Großeltern, Eltern, Kinder, Enkelkinder. Geschwisterlichkeit setzt hingegen auf das Zusammenhalten der Generationen untereinander auf einer horizontalen Ebene. Auch für die Kinder der Mitgestaltungsgremien im KinderKunstLabor sind Geschwisterlichkeit und Freundschaft bestimmend in den Prozessen des Zusammenhaltens, Co-Kreierens, Teilens, Abgebens, aber auch des Streitens. „Super und nervig“, bündelt David Schreiner, 11 Jahre alt und seit 2023 in der Kunstideenwerkstatt, die Erlebnisse mit seinen zwei Brüdern. „Geschwister – super & nervig“ setzt an dieser titelgebenden Erfahrung von David an.

Wie erzählen Werke von Geschwistern?
Die Ausstellung bietet zu Fragen rund um Geschwister vielfältige Antworten in einer breiten Palette künstlerischer Genres. Besucher:innen von 0 bis 117 Jahren können Audio-, Video- und Rauminstallationen, Collagen, Fotografie, Grafik, Malerei, Skulpturen und Zeichnungen auf allen Sinnesebenen wahrnehmen. Die Werke regen zu neuen Wahrnehmungen an. Einige der Arbeiten sind von Künstler:innen, die ihre Werke als Geschwister schon immer gemeinsam produzier(t)en. Christine & Irene Hohenbüchler sind Zwillingsschwestern. In ihrer Rauminstallation Fädeln können Perlenschnüre gefädelt und zu neuen Objekten arrangiert werden.

Müssen Geschwister immer verwandt sein?
Aber: Ist die Tatsache, eine Schwester oder einen Bruder zu haben, zwangsläufig damit verbunden, auch die gleichen Eltern zu haben? Können nicht auch „Einzelkinder“ Geschwister haben? Auf diesen Zusammenhang verweisen kollaborative Werke der Ausstellung von eng miteinander befreundeten Künstler:innen, etwa die gemeinsam geschaffenen Collagen und Zeichnungen von Hodel / Schumacher / Clavadetscher. Weitere Werke thematisieren Geschwisterlichkeit und die Räume der Kindheit, wie das Doppelporträt von Geschwistern von Precious Okoyomon.

Mit Werken von Sasha Auerbakh, Heiko Bressnik, Uwe Bressnik, Lygia Clark, Hodel / Schumacher / Clavadetscher, Birke Gorm, Yoko Halbwidl, Christine & Irene Hohenbüchler, Erich Kästner, Jiří Kolář, Michael Loewen, Marianne Maderna, Soshiro Matsubara, Mars + Blum, Felix Nussbaum, Precious Okoyomon, Anna Schachinger, Cally Spooner, Gert und Uwe Tobias, Viktoria Tomaschko.

Kuratiert von Mona Jas im Dialog mit Kindern der Kunstideenwerkstatt und der Kinderbeiratsklassen

In Kooperation mit ASSOCIAÇÃO CULTURAL LYGIA CLARK, evn sammlung (Maria Enzersdorf, Österreich), Galerie Martin Janda, Felix Nussbaum Haus Osnabrück, Kunstsammlung der Vienna Insurance Group (Wiener Städtische), Westdeutscher Rundfunk, Galleria Zero.

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