Researcher-in-Residence – Mittlung neu denken

Mittlung neu denken ist ein internationales, kollaboratives und praxisbasiertes Forschungsprojekt des KinderKunstLabor, das im Zuge seiner Neugründung, Konzeption und Entstehung 2023 erstmals eine Residency ausrichtet. Anahita Neghabat wurde für diese erste 9-monatige Residency ausgewählt und startete im August 2023.  

Gerade bei einem jungen Publikum können zeitgenössische Kunstproduktionen internationaler Künstler:innen aufgrund ihrer Qualität, ihres Ereignischarakters und ihrer Aktualität sowohl individuelle Bildungsprozesse als auch gesellschaftlich relevante Reflexionen in Gang setzen. Welche grundlegenden Veränderungen der etablierten Kunstvermittlungspraxis sind erforderlich, um dieses Potenzial zu erschließen? Anknüpfend an diese Fragen untersucht die Sozialanthropologin, Aktivistin und Künstlerin Anahita Neghabat, Wien (AT), den Möglichkeitsraum zeitgenössischer Kunst für und mit einem jungen Publikum.

Hintergrund und Ziele

Im Betriebssystem Kunst ist die zeitgenössische Kunst stärker als Akkumulation von Wissen und von symbolischem Kapital geprägt, denn als Ressource für Bildungsprozesse sowie Selbst- oder Gruppenerfahrungen eines jungen Publikums. Wobei gerade in interaktiven und performativen Kunstvermittlungssituationen ungewohnte Sichtweisen erlangt werden können. Diese Potenziale könnten für die Kunstvermittlung mit innovativen und künstlerischen Ansätzen erschlossen werden. Wenige Studien zeichnen nach, inwieweit experimentellere Vermittlungsverfahren neue Perspektiven und Erkenntnisse bei und mit einem jungen Publikum initiieren. Der Anspruch an das Researcher-in-Residency-(RiR)-Programm ist es daher, die Praxis stärker mit der Theorie zu verschränken. Vermittels nachhaltiger begleitender Forschung können so die Erkenntnisse wieder in die Praxis fließen.

Das RiR-Programm ermöglicht es der Stipendiatin, ein wissenschaftliches Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Team des KinderKunstLabors zu entwickeln und durchzuführen. Zu den möglichen Aktivitäten und Formaten gehören die Analyse, Archivierung und Dokumentation künstlerischer Projekte und Ausstellungen, empirisch-qualitative Forschung, etwa auch in Verbindung mit Forschungsansätzen des Artistic Research, Konferenzen, Online und Printpublikationen, Workshops und Qualifizierungen.

Die Residency wird mit Mitteln des Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport finanziert.

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